New York – Erster Eindruck hui, zweiter Eindruck pfui

Mit dem Schiff in den Hafen von Manhattan zu segeln ist vermutlich die eindrücklichste Art New York zum ersten Mal zu sehen. Bei strahlendem Sonnenschein sind wir am Tag vor der Ausschiffung unter der Verrazano-Narrows-Brücke und an der Freiheitsstatue vorbeigefahren, mit bestem Blick auf die unzähligen Wolkenkratzer wie das Empire State Building oder das One World Trade Center. Die Skyline New Yorks, die wir bisher nur aus Film und Fernsehen, von Bildern im Netz oder aus den Nachrichten kannten, immer näher kommen zu sehen, war eine nahezu surreale Erfahrung. Wir mussten uns erst einmal daran gewöhnen, dass das wirklich alles echt ist!

Überfordert vom Big Apple

Da wir nur einen vollen Tag hatten, bevor wir mit dem Zug in Richtung Niagarafälle aufbrachen, haben wir die Umgebung in der Nähe unseres Hotels zu erkunden. Das ist gar nicht so leicht, denn Midtown-Manhattan scheint aus allen Nähten zu platzen, ich habe noch nie so viele Menschen auf so dichtem Raum erlebt, ausser vielleicht bei einem Festival. Ständig wird gehupt oder ein Krankenwagen fährt vorbei und auch, dass man den Himmel zwischen den ganzen hohen Gebäuden kaum sieht, ist erstmal irritierend. Auf den Schock haben wir uns einen Burger bei der New Yorker Fastfood-Kette Shake Shack gegönnt, der wirklich gut war, und im Bryant Park die geschundenen Füsse hochgelegt.

Boston – Liebe auf den ersten Blick

Der vorletzte angelaufene Hafen unserer Schiffsreise war Boston, in das Rik und ich uns sofort verguckt haben. Wir sind vom Zentrum zum Boston Common Garten und über die Commonwealth Allee gelaufen und dabei an vielen herzigen Ecken, kleinen Backsteinhäusern und charmanten Geschäften vorbeigekommen. Unser Ziel war das Mapparium, ein dreistöckiger Globus, der von innen durch eine neun Meter lange Brücke aus Glas besichtigt werden kann.

Der Globus ist optisch und akustisch sehr beeindruckend, leider wurde unser Besuch davon getrübt, dass er in der Mary Baker Eddy Bibliothek steht, deren Namensgeberin die Begründerin der «Christian Science» ist. Die Anhänger dieser Lehre glauben, man sich durch Gebet von allen möglichen Krankheiten heilen kann… Das Eintrittsgeld geht also leider direkt an ultrareligiöse Spinner.

Zu Wasser

Wesentlich lieber haben wir dem Kassierer der Schwanenboote im öffentlichen Garten von Boston ein paar Dollar in die Hand gedrückt und anschliessend auch dem Saxophonspieler, der unsere Bootsfahrt mit dem Soundtrack von Star Wars untermalt hat.

 

Zu Fuss

Nach einem Spaziergang zurück zum Zentrum entlang des Charles River und einem kurzen Abstecher zum reichlich touristisch anmutenden Faneuil Hall Marketplace, im Grunde genommen eine Fressmeile im alten Marktgebäude der Stadt, sind wir zurück aufs Schiff und konnten bei der Ausfahrt eine fantastische Aussicht auf die Skyline Bostons geniessen.